Mein letzter Lauf, der Lauf auf dem Possen, war eine völlig neue Erfahrung für mich. Deshalb geht es im heutigen Artikel traditioneller zu. Ich nehme Dich mit zum Kyffhäuser Berglauf. – Für mich persönlich DER Lauf schlechthin, an dem ich, soweit es mir irgendwie möglich ist, seit vielen Jahren regelmäßig teilnehme.
Ein kleines Update vorab: Beim Kyffhäuser Berglauf 2026 war ich diesmal krankheitsbedingt nicht selbst auf der Strecke, sondern nur als Zuschauerin vor Ort. Gerade deshalb habe ich meinen sehr persönlichen 2026-Eindruck in einen eigenen Beitrag ausgelagert.
Der Kyffhäuser Berglauf – für mich DAS Ereignis des Jahres
Die Freude ist bei diesem Lauf für mich jedes Mal groß. Tatsächlich ist es so, dass der Kyffhäuser Berglauf für mich etwas ganz Besonderes ist. Ich vermute, es liegt auch daran, dass es meine erste Laufveranstaltung überhaupt war.
Im Jahr 2016, kurz nachdem ich einen neuen Job begonnen hatte, beschloss ich, meinem Hobby-Sportler-Dasein etwas mehr Ernsthaftigkeit zu verleihen und mich bei einer Laufveranstaltung anzumelden. Ich war bis dahin noch nie bei einer Laufveranstaltung gewesen, noch nicht einmal als Zuschauerin, und wusste daher auch überhaupt nicht, worauf ich mich einlasse. Ich informierte mich über verschiedene Angebote in meiner näheren Umgebung – und entschied mich für den Kyffhäuser Berglauf.
Ich bin seit vielen Jahren aktiver Hobbysportler. Ich bin vielseitig interessiert und kann mich wegen der vielen sportlichen Möglichkeiten, die Spaß machen, nur schwer auf eine einzige Sportart festlegen. Genau deshalb mochte ich es schon immer, wenn Bewegung nicht nur fordernd ist, sondern auch etwas mit Erlebnis, Landschaft und Stimmung zu tun hat.
Als ich mich damals für meinen ersten Lauf anmeldete, war mein sportliches Leben schon ähnlich breit aufgestellt wie heute – nur mit deutlich weniger Zeit. Die Kinder waren klein, der Alltag voll, und mein Sportprogramm sah entsprechend anders aus. Ich habe damals zwar regelmäßig Sport gemacht, aber längst nicht so strukturiert wie heute. Gelaufen bin ich auch schon gern, allerdings eher dann, wenn es eben irgendwie passte.
Mit diesen Voraussetzungen meldete ich mich also 2016 beim Kyffhäuser Berglauf an. Meine Intention war es, mich mit anderen zu messen, meine eigene Leistung besser einordnen zu können, rauszukommen und ein Stück Welt zu erleben. Ich wollte die Stimmung einer Veranstaltung genießen und gleichzeitig Orte so entdecken, wie es mir als bloßer Besucher sonst nicht möglich wäre.
Ich weiß noch, wie ich meinen neuen Kolleginnen damals von meiner Anmeldung erzählte und sie mich fragten: „Ja, laufen Sie denn gern Berge?“ und ich sinngemäß antwortete: „Oh Gott, nein gar nicht …“
So auf mein Ziel fokussiert, hatte ich mir bei der Anmeldung überhaupt keine Gedanken darüber gemacht. Aber klar: Es war und ist ein Berglauf.
Natürlich nahm ich trotzdem teil und war im Vorfeld entsprechend aufgeregt. Die Streckenführung war damals noch eine andere, anspruchsvollere als heute und führte etwa 15 Kilometer durch das Gelände rund um den Kyffhäuser. Ich lag mit meiner Zeit zwar eher im hinteren Teilnehmerfeld, habe aber die gesamte Strecke bewältigt, ohne zwischendurch zu gehen oder gar abzubrechen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich zwar völlig fertig war, aber gleichzeitig überglücklich – und vor allem begeistert von der unglaublich guten Organisation und der besonderen Stimmung während der gesamten Veranstaltung.
Inzwischen habe ich über die Jahre an einigen Laufveranstaltungen teilgenommen. Doch der Kyffhäuser Berglauf ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes für mich. Ich liebe es, wenn solche Events fast ein wenig volksfestähnlich sind – mit motivierender Atmosphäre, spürbarem Sportsgeist und ganz unterschiedlichen Menschen, die alle aus ihrem ganz eigenen Grund dort sind.
Inzwischen habe ich auch festgestellt, dass ich wohl doch eher Bergläuferin bin. Ich liebe abwechslungsreiches Gelände, anspruchsvolle Höhenprofile, unterschiedliche Untergründe und Natur, die unterwegs nicht langweilig wird. Am besten geht es für mich gleich zu Beginn erst einmal ordentlich bergauf – dann bin ich wach, warm und irgendwie sofort mittendrin.
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Was Dich beim Kyffhäuser Berglauf erwartet
Der 48. Internationale Kyffhäuser-Berglauf fand am 18. April 2026 in Bad Frankenhausen statt. Start und Ziel lagen wieder am Schlossplatz beziehungsweise August-Bebel-Platz.
Ausgeschrieben waren der Marathon über 42,195 Kilometer, ein Halbmarathon, ein 13,5-km-Lauf, ein 6-km-Lauf, ein 2-km-Schülerlauf und ein Bambini-Lauf. Dazu kamen Walking- und Wanderdisziplinen, ein 22-km-Mountainbike-Rennen, ein 42-km-Mountainbike-Rennen und eine 42-km-E-Bike-Rallye.
Gerade diese Mischung macht den Reiz des Kyffhäuser Berglaufs für mich aus. Es ist eben nicht nur ein Termin für Marathonläufer, sondern eine Veranstaltung, bei der sehr unterschiedliche Menschen zusammenkommen – Läufer, Walker, Wanderer, Familien, Zuschauer und inzwischen eben auch Radfahrer. Rund um die Ausgabe 2026 war von fast 2.500 Sportbegeisterten die Rede.
Anmeldung, Parken und Organisation
Was ich an dieser Veranstaltung immer besonders schätze, ist die Verlässlichkeit im Organisatorischen. Für 2026 waren im Startgeld unter anderem Startnummer mit Transponder, Medaille, Streckenverpflegung, Zielverpflegung und Zeitnahme enthalten. Verpflegungsstellen waren laut Ausschreibung etwa alle 6 bis 10 Kilometer vorgesehen. Parkmöglichkeiten waren als kostenfreie, unbewachte Parkplätze im Stadtgebiet ausgewiesen. Nachmeldungen waren am Freitag und Samstag vor Ort noch möglich. Wichtig für alle, die mit Hund unterwegs sind: Hunde sind nur bei den Wander- und Walking-Disziplinen gestattet.
Mein alter Hinweis bleibt deshalb absolut richtig: Schau am besten kurz vor der Anreise noch einmal auf die offizielle Seite. Gerade bei Veranstaltungen dieser Größe können Hinweise zu Startnummernausgabe, Sperrungen oder kurzfristigen Änderungen wichtig sein.
Strecke, Stimmung und warum ich diesen Lauf so mag
Wenn ich an meine bisherigen Teilnahmen denke, dann ist es genau diese Mischung, die ich so mag: Die Strecke führt nicht einfach monoton von A nach B, sondern durch ganz unterschiedliche Abschnitte. Stadt, Feld, Wiesen, Wald, Höhenmeter, Gefälle – alles hat seinen eigenen Rhythmus.
Bei einem meiner Läufe führte mich die Runde zunächst durch die Stadt hinaus aufs Feld, vorbei am Flugplatzgelände bis in Richtung Udersleben. Es ging bergauf, wieder bergab, später über Wiesen und in den Wald hinein. Am Ende führte die Strecke vorbei am Panorama Museum zurück in die Stadt. Genau diese Vielfalt macht für mich den Reiz aus. Die Strecke ist fordernd, aber wunderschön abwechslungsreich.
Dazu kommt die Atmosphäre auf dem Platz. Ich habe den Kyffhäuser Berglauf bei Regen erlebt, bei Kälte, mit aufgeweichtem Boden und nassen Schuhen – und trotzdem war die Stimmung wieder gut. Genau das ist für mich ein Zeichen dafür, dass eine Veranstaltung wirklich trägt: wenn sie auch dann funktioniert, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind.
Wie kannst Du Dich am besten vorbereiten
Ich möchte Dir gern noch ein paar Dinge mit an die Hand geben, wie Du Dich auf eine Laufveranstaltung wie diese vorbereiten kannst – beziehungsweise wie ich es selbst mache.
Du solltest natürlich grundsätzlich in der Lage sein, Deine Wettkampf-Distanz am Stück zu bewältigen. Was mir persönlich in der Vorbereitung besonders hilft, ist eine Mischung aus regelmäßigem Laufen und Krafttraining. Ja, wirklich – gerade Krafttraining spielt beim Laufen für mich eine wichtige Rolle. Vor allem die Beine profitieren davon, aber auch die Rumpfmuskulatur sollte man nicht unterschätzen.
Ich setze vorwiegend auf komplexe Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte und Hüftheben. Ergänzend dazu helfen mir stabile Rumpfübungen und natürlich regelmäßige Laufeinheiten. Wenn es zeitlich gut passt, versuche ich zwei bis drei Läufe in der Woche unterzubringen: einen zügigeren Lauf, einen progressiven Lauf und einen längeren, langsameren Lauf.
Der lange, ruhige Lauf ist für mich dabei der wichtigste. Gerade hier vertiefen sich Trainingsfortschritte, und gerade im Gelände merkt man schnell, wie sich Ausdauer, Kraft und Sicherheit entwickeln. Ich gehe für solche Läufe besonders gern hinaus in die Natur. Wenn ich dann erst einmal in meinem Flow bin, kann aus einer geplanten kleinen Runde auch schnell deutlich mehr werden.
Aber trotz aller Trainingsgedanken gilt für mich immer: nicht zu verbissen werden. Ehrgeiz ist schön, doch am Ende sollte die Freude an der Bewegung bleiben. Gerade das macht eine Veranstaltung wie den Kyffhäuser Berglauf doch aus.
Nice to know
Der Kyffhäuser Berglauf hat eine erstaunlich lange Geschichte. Der erste Kyffhäuser-Berglauf fand 1979 statt, damals mit 874 Teilnehmern. Start und Ziel lagen noch auf dem Ratsfeld. Gerade wenn man heute die große Veranstaltung in Bad Frankenhausen erlebt, finde ich es schön zu wissen, wie lange diese Tradition schon zurückreicht.
Rund um Bad Frankenhausen
Wenn Du für den Lauf anreist oder vielleicht sogar ein ganzes Wochenende daraus machen möchtest, kannst Du in und um Bad Frankenhausen noch einiges entdecken. Besonders naheliegend sind das Kyffhäuser-Denkmal, das Panorama Museum, die Barbarossahöhle, der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen und – nach einem sportlichen Tag besonders verlockend – die Kyffhäuser-Therme.
Quelle: openstreetmap.org
Fazit
Der Kyffhäuser Berglauf ist für mich bis heute mehr als nur eine Laufveranstaltung. Er ist Erinnerung, Herausforderung, Vorfreude und irgendwie auch ein Stück persönlicher Geschichte.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mich immer wieder so darauf freue: weil dieser Lauf für mich nicht nur aus Zeiten und Platzierungen besteht, sondern aus Erlebnissen, Eindrücken, Landschaft und einer Stimmung, die ich so nur dort kenne.
Im nächsten Artikel zeigen wir Dir, dass das kleine Glück manchmal vor der eigenen Haustür auf Dich wartet.
Schau Dir gern auch unsere anderen Lauf- und Wanderberichte an, bestimmt ist auch eine interessante Veranstaltung für Dich dabei.
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Fakten rund um Bad Frankenhausen und den Kyffhäuser
– Kyffhäusergebirge ist Austragungsort des Kyffhäuser Berglaufs
– Start und Ziel sind in Bad Frankenhausen
– Kyffhäuser ist ein eher kleineres Mittelgebirge südliches des Harz
– im Nordosten des Kyffhäusers befindet sich das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal, auch Kyffhäuser-Denkmal genannt
– es wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf den Ruinen der Reichsburg Kyffhausen zu Ehren Wilhelm des I. – preußischer König und deutscher Kaiser – erbaut
– zweitgrößtes Nationaldenkmal Deutschlands, nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
– zwischen 1892 bis 1896 erbaut
– Höhe von 81 Metern
– sehr imposant und gilt als eines der bekanntesten und größten Kaiser-Wilhelm-Denkmälern
– gehört zu den monumentalen Gedenkbauwerken Deutschlands
– Bad Frankenhausen ist eine kleine Kur- und Erholungsstadt in Thüringen
– Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps in und um Bad Frankenhausen
- Kyffhäuser Denkmal
- Barbarossa-Höhle
- Schiefer Turm von Bad Frankenhausen
- Hausmannsturm
- Solewasser-Vitalpark
- Kyffhäuser-Therme
- Elisabeth-Quelle
- Schausiedehaus
- Regionalmuseum
- Panorama Museum







